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Preissteigerungen für Kanada und USA 2011 von 25 % erwartet! mehr dazu hier...

Preissteigerungen für Kanada und USA 2011 von 25 % erwartet!

Sollten das Land des Ahornblattes oder das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ihr nächstes Reiseziel sein – zögern sie nicht.
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Denn für 2011 ist eine Preissteigerung um ca. 25% nicht unrealistisch. Auf Grund des starken Euroverfalls und der gestiegenen Binnennachfrage werden die Preise in beiden Ländern für 2011 deutlich erhöht werden. Anbei die Aussichten der Fachpresse an Hand der aktuellen Entwicklungen auf den Reisemessen in Nordamerika:

Entwicklung des EUR/CAD:
Entwicklung des EUR/CAD

Quelle: http://www.ecb.int/stats/exchange/eurofxref/html/eurofxref-graph-cad.en.html

USA: Uncle Sam bittet 2011 zur Kasse

Auf der gerade zu Ende gegangenen US-Reisemesse Pow Wow in Orlando/Florida haben die deutschen Einkäufer mit durchwachsenen Gefühlen aufs kommende Reisejahr geschaut. Preiserhöhungen für 2011 erwarten eigentlich alle. Die Frage ist nur: Wie hoch werden sie ausfallen?

Per Illian, der für Dertour das Nordamerika-Geschäft verantwortet, gehört zur pessimistischen Fraktion und sagt klar: "Der Winter wird viel teurer." Zu erwarten sei eine zweistellige Preiserhöhung, was sich im Sommer 2011 nicht ändern werde. Seine Thomas-Cook-Kollegin Claudia Henze-Dynio äußert sich zwar etwas zurückhaltender, lässt aber ebenfalls Skepsis durchscheinen: Der Dollarkurs sei "erschreckend", wirke sich aber noch nicht auf die Preise aus.

Dass man die Preise für USA-Urlaub auf dem jetzigen Niveau wohl kaum halten kann, bestreitet auch die Konkurrenz nicht. Ebenso wie Heike Pabst von FTI rechnet Canusa-Chef Tilo Krause-Dünow trotz "relativ stabiler Hotelraten" mit leichten Steigerungen. Er hoffe aber, dass ein schwacher Euro die deutsche Wirtschaft stärken werde, womit die USA-Nachfrage stimuliert und der Dollarkurs "überkompensiert" werde.

Überwiegend positiv bewerten die deutschen USA-Veranstalter die geplante Einreisegebühr in Höhe von zehn Dollar, die in Deutschland und anderen EU-Ländern heiß diskutiert wird. Im Verhältnis zum Reisepreis sei die Abgabe "unproblematisch", findet Andreas Neumann, Chef des Spezialisten Explorer Fernreisen. FTI-Kollegin Pabst setzt zudem voll auf die daraus finanzierten Marketing-Investitionen in Deutschland: "Das bringt mehr als es kostet." Dertour-Mann Illian kritisiert indes, dass ausgerechnet die Urlauber zur Kasse gebeten werden: "Die Amerikaner hätten das aus eigener Tasche bezahlen müssen."

Quelle: touristik-aktuell 28.05.2010

Bangen nach dem Boom

Das schlechte Vorjahr aufgeholt, der miese Winter vergessen: Die Kanada-Veranstalter freuen sich über ein gutes Sommergeschäft. Doch die Aussichten für 2011 sind alles andere als rosig.

Holger M. Jacobs

   

Gute Stimmung beim Rendez-vous Canada in Winnipeg, der zentralen Incoming-Messe für die nordamerikanische Destination: Das letztjährige Minus haben Hotels, Incoming-Agenturen und Veranstalter zum Teil mehr als wettgemacht – insbesondere aus dem wichtigen deutschen Markt. Kamen 2009 knapp vier Prozent weniger Deutsche, so rechnet Karl-Heinz Limberg, Deutschland-Chef der Canadian Tourism Commission (CTC), in diesem Jahr mit bis zu fünf Prozent Zuwachs.

Für viele Veranstalter wird Kanada damit zum Wachstumstreiber im Nordamerika-Business: "Fast zweistellig" liege man beim Kanada-Umsatz im Plus, freut sich Per Illian vom Marktführer Dertour, dagegen stagniere das USA-Geschäft. Ähnliches berichten Spezialisten wie Canusa, Explorer und SK Touristik: Der starke Sommer gleicht den schwachen Winter aus, als der sonstige Bestseller Whistler durch Olympia mehrere Wochen als Umsatzbringer ausfiel.

Die Winterspiele dürften indes zum Sommer-Boom beigetragen haben: Die Begeisterung und Gastfreundschaft der Kanadier, die Bilder von Natur und Lifestyle, "da hat Kanada ein super positives Image rübergebracht", findet Illian. Zudem hätten zum Beispiel die Camper-Vermieter mit guten Specials und Frühbucher-Rabatten gut die Nachfrage stimuliert, loben die Veranstalter.

Und auch der in der Vergangenheit immer wieder geäußerte Vorwurf der Veranstalter, es werde zu wenig in innovative Produkte investiert, trifft nicht mehr zu: Beim Rendez-vous Canada übertrafen sich die Touristiker mit Neuigkeiten – von Boutique-Hotels in Toronto über stylische Resorts in British Columbia bis hin zu kreativen Attraktionen wie dem Wasser-Labyrinth Eco-Odyssey vor den Toren von Ottawa.

Eitel Sonnenschein? Keineswegs: Die Kanada-Touristiker schauen sorgenvoll ins kommende Jahr. Zwar verspricht der Winter Zuwächse dank des Olympia-Effekts, einer neuen CTC-Kampagne im September und der ausgebauten Programme (etwa dem Katalogdebüt von Explorer). Doch spätestens 2011 droht Ungemach: Der Wertverlust des Euro gegenüber dem Kanada-Dollar könnte die Katalogpreise um bis zu 25 Prozent nach oben treiben. "Eine Riesen-Herausforderung", weiß Limberg.

Drastischer formuliert es Dertour-Nordamerika-Chef Illian: "Offen gesagt kann 2011 eine Katastrophe werden." Mit Specials und Zusatzleistungen (Added Value) könne ein derartiger Kostenschub nicht auch nur annähernd kompensiert werden. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass auch die meisten anderen Fernziele am Dollar hängen und leiden würden.

Doch nicht alle teilen die Skepsis der Veranstalter: "Ein niedriger Euro-Kurs wird die deutsche Wirtschaft beflügeln", schwimmt Brian Gronberg gegen den Meinungsstrom. "Das bringt Jobsicherheit und motiviert zum Reisen", glaubt der Chef des Camper-Anbieters Canadream.

Quelle : fvw.de 12.05.2010

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